Pianistenfestival Böblingen
2024 mit Schwerpunkt auf Klängen und Impressionen aus der Natur

Anton GerzenbergFreitag, 2. Februar, 20 Uhr 

Württembergsaal-Kongresshalle Böblingen

Programm

 Franz Liszt

Légende No. 2 "St. François de Paule marchant sur les flots" (auf den Wellen schreitend)

Claude Debussy
Images:
Reflets dans l’eau
Maurice Ravel
Gaspard de la nuit:
Ondine
Claude Debussy
L‘isle joyeuse

Béla Bartók
Im Freien, Suite für Klavier:
Mit Trommeln und Pfeifen
Barcarolla
Musettes
Klänge der Nacht
Hetzjagd
Pause
Franz Liszt
Légende No. 1 "St. François d'Assise: La prédication aux oiseaux" (den Vögeln predigend)
Olivier Messiaen

Catalogue d'Oiseaux:

La Fauvette des Jardins

Vita:

"Diese reiche Konzerterfahrung, eine profunde Musikalität und eine brillante pianistische Technik kamen seinen facettenreichen Liszt-Interpretationen ebenso zugute wie seinem Brahms-, Ravel- und Bartók-Spiel im Rezital",  so Julia Spinola in der Neuen Zürcher Zeitung. Seitdem er als Gewinner des Ersten Preises beim Concours Géza Anda in Zürich 2021 Aufsehen erregte, hat sich der 1996 geborene Pianist Anton Gerzenberg in der Musikwelt einen Namen gemacht: Mit einem breit gefächerten Repertoire, das von Sweelinck bis Lachenmann reicht, besticht er in ausgefeilten Programmen durch sein virtuoses und sensibles Spiel. In Böblingen gastierte er bereits 2021 , u.a. mit Brahms' anspruchsvollen Variationen und Fuge über ein Thema von Händel. In der zweiten Saison seiner Residenz als „Great Talent“ am Wiener Konzerthaus ist Anton Gerzenberg dort auch 2023/24 wieder als Solist und mit kammermusikalischen sowie interdisziplinären Auftritten zu erleben. Gleich zum Saisonstart stand außerdem ein play-conduct-Projekt mit dem Orchestre de chambre de Paris und Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 auf seiner Agenda, nachdem er kürzlich das Luzerner Sinfonieorchester vom Klavier aus dirigiert hatte. Weitere Orchesterdebüts gibt
er unter anderem als Solist mit dem Oulu Sympony Orchestra, dem Tiroler Symphonieorchester und dem Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra. Als Solist ist er zudem erstmals beim Heidelberger Frühling, der BASF Ludwigshafen, im
Musikverein Wien und im Seoul Arts Center zu Gast. Nach seiner erfolgreichen Tournee in Deutschland und Österreich mit den kompletten Ligeti-Etüden anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten im Frühjahr 2023 präsentiert er beim
Festival Wien Modern im November 2023 in einem Solo-Rezital Werke von Marco Stroppa, Unsuk Chin, Chaya Czernowin und Luigi Nono. Außerdem gibt er zusammen mit Martha Argerich, Lilya Zilberstein und seinem Bruder Daniel Gerzenberg
Konzerte in Wien, München und Elmau. Anton Gerzenberg konzertierte bereits in zahlreichen bedeutenden Konzertsälen der Welt wie der Tonhalle Zürich, der
Elbphilharmonie Hamburg, dem KKL Luzern, dem Konzerthaus Berlin, der Victoria Concert Hall in Singapur und der National Concert Hall of Taiwan sowie bei Festivals wie dem Klavierfestival Ruhr, der Accademia Chigiana, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Martha Argerich Festivals in Lugano und Hamburg. Dabei musizierte er unter anderem mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Musikkollegium Winterthur, den Wiener Symponikern und dem Konzerthausorchester Berlin. Zu seinen musikalischen Partner/:innen zählen Martha Argerich, Ilya Gringolts, Julia Hagen und Dora Schwarzberg sowie Dirigenten wie Paavo Järvi, Stefan Blunier,
Jonathan Stockhammer und Nil Vendetti. Sein Interesse an Neuer Musik wurde insbesondere durch sein Studium bei dem französischen Pianisten Pierre-Laurent Aimard gefördert und führte ihn zur Zusammenarbeit mit wichtigen Komponist/innen unserer Zeit, darunter Helmut Lachenmann, Unsuk Chin und Marco Stroppa. 2019 gründete er gemeinsam mit anderen jungen Solistinnen und Solisten das auf zeitgenössische Musik spezialisierte ÉRMA Ensemble. Seine Studien hatten ihn zuvor zu Julia Suslin und Julija Botchkovskaia in Hamburg und Jan Jiracek von Armin in Wien geführt; wichtige Impulse bekam er zudem von Robert Levin, Alfred Brendel und Bella Davidovich.